MannSein

Thomas König

Wege zum MannSein

Unser Weg zum Mannsein

führt an Männern nicht vorbei

 

Für mich stehen wie Steine entlang des Weges viele, manchmal sich scheinbar widersprechende Begriffe, beispielsweise:

Daraus entstehen Männerbilder, welche die persönlichen Ziele, die Polarität zwischen Mann und Frau und die innere Führung als Leitthema haben.

Ebenso erwächst daraus die Aufforderung sich mit Verletzungen auseinanderzusetzen und damit aufzuhören, diese immer wieder im Kontakt mit anderen Menschen herbeizuführen.

Als Mann sind wir keine einsamen Maschinen, die alles möglichst gut schaffen wollen wir lebendige, lustvolle und schöne Geschöpfe, die mit einem Verstand und physischer und psychischer Kraft gesegnet sind. Dies einzusetzen für unser eigenes Wohl und für das große Ganze, macht unser Mannsein aus.

Männer und Frauen

Die Beziehungsarbeit zwischen Männern und Frauen ist ein Thema, mit dem ich seit langem beschäftige. Unbewusste Verträge in Beziehungen oder Seelenpartnerschaften mit Menschen, die scheinbar zufällig in unser Leben treten, um Wachstums und Reifungsprozesse anzustoßen, stellen für beide Partner eine Herausforderung dar. Hier gilt es, sich immer wieder mit dem Herzen zu verbinden.

Ich möchte verschiedene Betrachtungsweisen aufzeigen, um Männern Perspektiven anzubieten, dieses Stadium einer Beziehung als einen Weg zum Mannsein anzunehmen, anstatt z.B. die Beziehung zu beenden oder sich in als Opfer zu fühlen.

Die Beschäftigung und Integration von ureigenen männlichen und weiblichen Prinzipien führen uns zur Transformation hin zum erwachsenen Partner. Die sinnlich-weiche, einfühlsame und soziale Seite eines Mannes, die sich mit Menschen tief verbinden kann, steht nicht im Widerspruch zu Männlichkeit. Vielmehr können wir als Männer nur dann ein echtes Gegenüber für Frauen sein, wenn wir diesen Teil in anerkennen und leben. So wie Frauen auch maskuline Anteile in sich tragen, führt dies dazu, dass wir uns gegenseitig ergänzen, beschenken und miteinander wachsen.

Das Leben ist zu kurz, um Sehnsüchte zu unterdrücken, Leidenschaft nicht auszuleben und Gefühle zu verstecken.

Veit Lindau

Wen bittest du

um Unterstützung?

Wer hält dich, wenn du traurig bist?

Wer baut dich auf, wenn du am Boden liegst?

Wer hilft dir, deine Beziehungssituation in den Griff zu bekommen?

Wen fragst du, wenn du eine Entscheidung treffen musst?

Du solltest auch eine Frau um Hilfe bitten. Dann bekommst du eine richtige Antwort,  wahrscheinlich eine emotionale Reaktion, die dir zeigt, wohin deine Entscheidung führen kann.

Kannst du deine Entscheidung auf dieser Grundlage treffen, fühlst du dich stark und mit deiner männlichen Kraft verbunden?

Frauen sollten auch Männer um Hilfe bitten. Dann bekommen sie eine richtige Antwort, wahrscheinlich eine zielführende, klare Auskunft zur Lösung.

Kann sie Ihre Entscheidung auf dieser Grundlage treffen, fühlt sie sich unterstützt und mit ihrer weiblichen Kraft verbunden?

Tue nichts, was du nicht auch in Gegenwart deiner Partnerin tun würdest

Frage dich:

Was tue ich, was ich nicht auch tun würde, wenn meine Partnerin bei mir ist?

Warum will ich nicht, dass sie dabei ist?

Was würde geschehen, wenn sie dabei wäre?

Wenn wir möchten, dass die Frau neben uns sich entfaltet, sich öffnet und ihr Potential lebt, braucht sie dich als Mann der sie um ihrer selbst willen liebt und dem sie vertraut.

Wenn sie spürt, dass du nicht ganz da bist, weil du damit beschäftigt bist, etwas zu verbergen, wird sie nicht losgehen können, der Welt ihre Gaben zu schenken.

Und du kannst sicher sein: diese Geschenke kommen zu dir zurück - wahrscheinlich von einer Seite, von der du es gar nicht erwartest - am meisten aber aus dir selbst...